Zitate

Es ist nicht zu Ende gedacht und nicht zu Ende gerechnet, wenn man glaubt, aus einer Verdopplung der Mehrwertsteuer auf Eintritte unter dem Strich Mehreinnahmen für den Staat erzielen zu können. Das Gegenteil ist der Fall.

Andreas Egger, Ticket Express G.m.b.H.

„Der fiskalische Nutzen einer derartigen Maßnahme steht in keinem Verhältnis zum kulturpolitischen Schaden, der damit angerichtet werden würde“.

Generaldirektor Thomas Drozda, Vereinigte Bühnen Wien, Bühnenverein Wien (aus einem Schreiben an die Verhandlungsteams)

„das Blödeste, Kurzsichtigste, Schrecklichste, was man sich überhaupt vorstellen kann.“

Schauspieler und Filmregisseur Karl Markovics (aus KURIER Online, Februar 2015)

„Jetzt die Kultur zusätzlich zu belasten, ist einer Kulturnation unwürdig und abzulehnen.“

Vorsitzender des Vorstands der UniCredit Bank Austria AG Willibald Cernko (aus der Wiener Zeitung, Februar 2015)

„Wenn man will, dass weniger Menschen Kulturveranstaltungen besuchen und wenn man möchte, dass privatwirtschaftlich geführte Kulturunternehmen Mitarbeiter kündigen und wenn man will, dass die subventionierten Institutionen noch mehr subventioniert werden müssen, dann ist diese Art von Besteuerung richtig.“

Geschäftsführer Georg Hoanzl,
Hoanzl – AGENTUR und VERTRIEB

Lassen wir uns wirklich für so blöd verkaufen?

Franz Erhard, Skalar Entertainment

Sollten die Regierungsvorhaben tatsächlich umgesetzt werden, dann sind teurere Tickets und weniger Shows die logische Konsequenz.

Ewald Tatar, Nova Music Entertainment

Museen sind keine Elfenbeintürme, deren Zugang nur einer elitären Zielgruppe vorbehalten ist – sie sollen allen Menschen offenstehen, da die kritische Auseinandersetzung mit den vielfältigen kulturellen, historischen, ökonomischen sowie sozialpolitischen Themen, die in Museen vermittelt werden, dazu beiträgt, den gesellschaftlichen Anforderungen unserer Zeit konstruktiver zu begegnen.

Peter Pakesch & Wolfgang Muchitsch, Universalmuseum Joanneum, Graz

Das ist eine ungeheure Schnapsidee. Man kann doch nicht in der Kulturnation Österreich den einzigen internationalen Vorteil, den wir haben, so behindern. Allein die Vorstellung, in der Theaterstadt Wien die Karten teurer statt billiger zu machen, ist absurd. Das Papier mit dieser Idee ist sofort zu zerreißen.

Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, Wien (aus KURIER Online, Dezember 2014)

Für die Bühnen Graz bedeutet die Erhöhung der Umsatzsteuer auf den Ticketpreis eine finanzielle Mehrbelastung von über 500.000 € in der Spielzeit – würden wir dies auf unsere Besucherinnen und Besucher abwälzen, müssten diese eine Preissteigerung von über 9 Prozent hinnehmen.

Bernhard Rinner, Theaterholding Graz / Steiermark GmbH, Spielstätten Graz GmbH, Opernhaus Graz GmbH

Theaterbesuche für Kinder und Familien ist gehören zur ästhetischen Erziehung und sind bildungspolitisch von enormer gesellschaftlicher Wichtigkeit. Besuche von Kulturinstitutionen sind ein Lebensmittel und kein Luxus.

Michael Schilhan, Geschäftsführender Intendant Next Liberty Jugendtheater GmbH

Wir sehen den öffentlichen Auftrag der Arena Wien unter anderem darin, Jugendlichen und sozialen Randgruppen Teilhabe am kulturellen Leben zu ermöglichen. Uns trifft eine Erhöhung der Eintrittskartenpreise daher zweifach, ideell und budgetär. Teilen der Gesellschaft den Zugang zu kulturellen Gütern zu erschweren, kann kein Ziel einer verantwortungsbewussten Budgetpolitik sein.

Forum Wien – ARENA, Verein zur Förderung und Verwirklichung von KJKZ

Ein niederschwelliger Zutritt ins Reich der Kunst war bisher, schon gar in Österreich, ein selbstverständliches Ziel aller, die an einer humanen und offenen Gesellschaft interessiert sind. Diesen Zugang zu erschweren, indem die Eintritte in dieses Reich von Staats wegen um 10% verteuert werden, ist ein barbarisches Signal mit unabsehbaren Folgen für unser Gemeinwesen.

Intendant Mathis Huberstyriarte Graz

Gesellschaftspoltisch wäre diese Maßnahme ein problematisches Signal und ein Schritt in die völlig falsche Richtung. Durch die notwendige Anhebung der Ticketpreise wird die gleichberechtigte Teilhabe vieler Gruppen unserer Gesellschaft an Kunst und Kultur unnötig erschwert.

Intendantin Veronica Kaup-Haslersteirischer herbst

Die Folge sind nicht nur weniger verkaufte Tickets, weniger besuchte Konzerte und weniger Einnahmen, sondern auch weniger Konzerte im Allgemeinen. Dies trifft auch die Förderung junger österreichischer Talente, denn wenn nicht nur Veranstaltungskosten wachsen, sondern gleichzeitig auch die Ticketeinnahmen fallen, ist dies auf Dauer eine fatale Rechnung für jede/n VeranstalterIn, ob groß oder klein.

Hannes Cistota
WUK Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser

Die erhofften finanzpolitischen Erträge stehen hier in keiner Relation zum kulturellen Schaden, der durch diese Maßnahme entsteht. Gerade in Zeiten wirtschaftlich und gesellschaftlich so schwieriger Entwicklungen, gilt mehr denn je: Kultur und Kunst mag viel Geld kosten, doch Unkultur kostet noch viel mehr! Denn Museen sind nicht nur Freizeiteinrichtungen, sondern gesellschaftlich-kulturell sinngenerierende und vor allem sinnvermittelnde Institutionen.

Dr. Danielle Spera
Präsidentin, ICOM Österreich
Direktorin, Jüdisches Museum der Stadt Wien GmbH

Den Steuerzahler, die Steuerzahlerin kostet die Verdoppelung der Umsatzsteuer Geld, uns Veranstalter kostet sie Vielfalt und Handlungsfreiheit, den Staat eine Erhöhung von Subventionen

Harry Jenner, Musicnet Entertainment

Das grenzt schon an Dreistigkeit, denn natürlich ist es eine schnöde Steuererhöhung, und zwar gleich eine Massensteuer, die alle trifft.

René Voak MBA, NXP/VAZ St. Pölten

Mit der Verdoppelung der Mehrwertsteuer, Abgaben für die AKM und der in vielen Gemeinden immer noch eingehobenen “Lustbarkeitsabgabe” ist eine Abgabebelastung auf Tickets von rund 40% oft Realität.

Wolfgang Übl, Cayenne

Den Zugang zu Kunst und Kultur mittels Steuererhöhung auf den Besuch von Kulturveranstaltungen zu erschweren, kann – neben den immensen ökonomischen negativen Folgen – nur einen gesellschaftlichen Rückschritt bedeuten.

Dr. Walter Reicher, Haydn Festival Eisenstadt

Im unmittelbaren Vergleich mit Deutschland sei hier nebenbei klar gesagt, dass die Steuer auf Tickets dort 7% beträgt.

Mag. Bernhard Schösser, INN-Puls

Kultur ist kein Luxus, sondern das wesentlichste Unterscheidungsmerkmal des Menschen vom Tier.

Andreas Fuderer, Stadtsaal Wien

Kunst und Kultur muss für alle zugänglich und leistbar sein und darf nicht zu einer Frage des Einkommens werden. Nur so können wir sicherstellen, dass Kultur in unserer Gesellschaft weiterhin einen hohen Stellenwert hat.

Dr. Christian Strasser, Museumsquartier Wien

Dass diese Maßnahme besonders die Jugend und die nicht so gut Verdienenden treffen würde, macht dieses Ansinnen noch skandalöser.

Wolfgang Descho, Rockhouse Salzburg

Für uns Konzertveranstalter ist mit noch dramatischeren Auswirkungen zu rechnen, da wir nicht damit rechnen können, dass die zu erwartenden Verluste durch höhere Subventionen der öffentlichen Hand abgedeckt werden.

Klaus Leutgeb, LEG, Schwarzlsee/Krieau

Bei Veranstaltungen durch die Kulturreferate von Städten und Gemeinden wäre die öffentliche Hand 1:1 auch direkt von den Verlusten betroffen. Als unmittelbare Folge würde sich das Kulturangebot reduzieren, was direkte Auswirkungen auf die Veranstaltungsstätten (wieder die öffentliche Hand) und auf Lieferanten, Gastronomie, Hotellerie und Dienstleister hätte.

Johann König, Kunsthaus Weiz, Weiz Kultur

Setzen Sie Ihren Hausverstand ein und beschließen Sie nichts, das uns alle letztendlich mehr kostet als bringt!

Kulturvereine KuKuK Bildein und picture on festival

Bereits seit Jahren können Großveranstaltungen nur mit Unterstützung durch die öffentliche Hand durchgeführt werden. Es fehlt mir daher gänzlich der Sinn, eine ohnehin subventionierte Branche durch zusätzliche Steuern zu belasten.

Dir. Mag. Dr. Michael Bielowski, Olympia Sport- und Veranstaltungszentrum, Innsbruck

Bei einer Verdopplung der Mwst kann ich, trotz angeblicher Expertenmeinungen, nicht einen einzigen positiven Effekt erkennen.

Intendant Marcus Strahl, Schaubühne Wien / Wachau Festspiele

Vor allem für junge Menschen, Schüler und Studenten wirkt sich das negativ aus. Viele werden sich überlegen, wie viele Konzertbesuche sie sich noch leisten können.

Othmar Bajlicz, CHELSEA, Wien

Kulturelle Veranstaltungen bereichern unser Land. Konzerte können tausende Besucher in eine Stadt locken, die dort Hotelzimmer buchen, in Gastrobetrieben verweilen, Einkäufe tätigen, etc. Der Tourismus würde ebenfalls unter einem Wegfall von Veranstaltungen leiden.

Walter Egle, Showfactory

Heuer. 25 Jahre Festival der Träume. Aufgewacht. Wir alle träumen gemeinsam und kräftig davon, dass diese „Ticketsteuer“ ein böser Traum bleiben möge.

Herbert Waltl, Verein Festival der Träume e.V.

10 Gedanken zu „Zitate“

  1. Auch uns Radiosender trifft dies hart, bei einer Verdoppelung der Ticketsteuer ist es Veranstaltern nicht mehr möglich uns Freikarten für diverse Veranstaltungen zu geben. Dadurch können wir unseren Zuhörern nur mehr wenige Gewinnspiele, Verlosungen bieten.

  2. Es is fost nimma zum aushalten, auf der einen Seite streicht man Kultturunterstützung und auf der anderen Seite wollen sie bei Eintritskarten die Steuern ums DOPPELTE erhöhen….. fffuuuiiii ist die Kultur eine so große Gefahr für die Politiker, dass man sie so stark bekämpft…
    Herzliche Grüße Bluespumpm + Zappa & The Wild Irish Lasses

  3. Als kleiner Veranstalter in Wien ist es sowieso schon schwer genug ein Event zu Veranstalten und dabei Gewinn zu erzielen – auch die Gäste sind nicht davon begeistert wenn Eintrittskarten „teurer“ werden.

  4. Um Gottes Willen! Wir traurig, wie kurzsichtig, wie kulturfeindlich sind diese Pläne. Ich fasse es einfach nicht. Kultur ist ein Nahrungsmittel für Seele und Geist, für den Menschen, für eine Nation. Unverzichtbar wie Luft, Wasser und Brot. DAS soll den Menschen genommen oder der Zugang zumindest noch mehr erschwert werden.? Wie unwürdig das ist. Und die aufopferungsvolle, unverzichtbare Arbeit der Kulturschaffenden wird noch mehr erschwert. Nein!

  5. Zigaretten teurer, Tickets teurer, Öffis teurer usw. wann hört das auf? wie viel kann man den Kleinen noch wegnehmen? schon jetzt ist die Mittelschicht fast tot. Was will die Regierung noch?

  6. es war ja so klar – Bildung und Unterhaltung für ALLE ist einfach nicht erwünscht – es ist einfach ein Skandal sondergleichen wie Bildung mit den Füßen getreten wird

  7. Ich bin Studentin und arbeite nebenbei ab und zu.
    Wir Jugendlichen sind was Konzerte betrifft ein Großteil der Zielgruppe.
    Sollte unsere ach so tolle Regierung diesen schwachsinnigen Plan tatsächlich durchsetzen, kann ich nur versichern, dass diese Zielgruppe immer kleiner wird. Wir können es uns nicht mehr leisten noch mehr zu zahlen.
    Die Regierung sollte sich doch einmal im eigenen Garten umsehen, und sinnlose Zahlungen einstellen an Beamte, die Wahrscheinlich sowieso den ganzen Tag nichts tun.

    Ich sehe absolut nicht ein, warum immer das gemeine Volk die finanziellen Fehlentscheidungen der Regierung ausbügeln und ertragen muss. Das alles macht mich so dermaßen wütend und damit bin ich bestimmt nicht allein.
    Das Volk lässt sich viel gefallen aber nicht alles. Wer weiß-obwohl ich nicht daran glaube- vielleicht kommen diese offensichtlich gehirnlosen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und ändern die Situation. So wie es jetzt aussieht, so kann es nicht weitergehen.

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